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Talend Open MDM / Installation, Modellierung, Datenerfassung

Dieses How-To soll kurz zeigen, wie die Open MDM Lösung installiert, gestartet und administriert wird. Ferner wird exemplarisch an dem Beispiel „PLZ-Stadt“-Stammdaten der Aufbau eines einfachen Modells und der anschließenden Datenerfassung beschrieben.

Die Talend Open MDM Lösung kann jederzeit unter http://www.talend.com/download.php heruntergeladen werden. Wer vielleicht bereits Open Studio oder Open Profiler heruntergeladen hat weiß, dass für den Entpackprozess am besten ein externer Ent-Zipper (7-ZIP, Winzip, WinRAR, …) verwendet werden sollte. Im Extremfall fehlen dann irgendwelche Dateien und man sucht vergebens nach der Fehlerquelle!

Auffällig bei dem Talend Open MDM Archiv ist diesmal die Zweiteilung:
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Hintergrund ist, dass Open MDM aus einem Server und einer Client-Applikation besteht. Beide Verzeichnisse bitte 1:1 in einer Unterverzeichnis kopieren und dabei nicht vermischen. Ferner ist zu berücksichtigen, dass der MDM-Client eine eigenständige RCP-Applikation darstellt.


Open MDM Server

Nachdem der Inhalt in einer Verzeichnis entpackt wurde, muss als erstes der Server gestartet werden. Im Root-Verzeichnis von „/TMDMCE-Server-All-r36300-V3.2.0/“ befindet sich auch eine Batch-Datei (run.bat), welche den kompletten Server startet. Da das MDM-Backend bereits mit einem Applikation-Server(JBoos) ausgeliefert wird, ist die Installation eines WAR-Containers nicht mehr notwendig. Ferner wird im Hintergrund auch eine XML-Datenbank mit gestartet. Einzige Systemvoraussetzung ist das Vorhandensein einer Java Virtual Machine.
Sollte Java_Home bzw. der Path richtig gesetzt sein, so muss aus dem „/TMDMCE-Server-All-r36300-V3.2.0/bin/“ Verzeichnis die Datei „run.bat“ noch um den Java-Home Eintrag ergänzt werden. Gleiches gilt im Übrigen auch für die Datei „shutdown.bat“, außer man möchte den Server mit CTRL+C beenden.
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Da der Server per Default auf Port 8080 läuft, kann evtl. hierfür auch eine weitere Anpassung notwendig sein.

Nachdem alle Änderungen durchgeführt worden sind, kann der Server mit „run.bat“ gestartet werden. Nach einer gewissen Zeit sollte sich dann der MDM-Server unter „http://localhost:8080/talendmdm“ innerhalb eines WebBrowsers wie folgt darstellen.
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Per Default wurden bereits drei Benutzer mit Unterschiedlichen Rollen vergeben.

UserPasswordFunktion
admintalendKeine Funktion/Übersicht im WebFrontend. Wird aber aus dem Studio für das Design benötigt.
administratoradministratorAdministrations-User innerhalb des WebFrontend. Erweiterte Funktionalität für die Modifikation einzelner Records und das Reporting.
useruserStandard-User für wird verwendet um Records anzulegen und zu modifizieren

Die Parameter(User, Password) der Standarduser lassen sich direkt in der Konfigurationsdatei login_config.xml verändern.

Um sicherzustellen dass der Server auch erreichbar ist sollte kurz eine Anmeldung durchgeführt werden, auch wenn noch keine Modelle vorliegen.


Open MDM Client

Wie bereits beschrieben, handelt es sich beim MDM-Client um eine reine Oberfläche für die Modell-Verwaltung. Integrationsprozesse müssen weiterhin mit Open Studio definiert werden. Nachdem der MDM-Client gestartet wurde, muss als erstes eine Verbindung zu dem MDM-Server aufgebaut werden. Hierzu wird innerhalb der MDM-Server Perspektive der Button „Login to an Talend MDM Server“ betätigt.
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In dem folgenden Fenster müssen anschließend die Parameter für den MDM Server eingetragen werden. Der Default-Login ist „admin“ mit dem Passwort „talend“.
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Danach öffnet sich die neue MDM-Perspektive.
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Für unser Beispiel sind derzeit nur folgende Kategorien Data Container, Data Model und View relevant.
Um Daten überhaupt speichern zu können ist als Voraussetzung eine Datenbank notwendig. Open MDM liefert hierzu eine XML basierte Datenbank bereits mit. Dieser Datenspeicher kann unter der Kategorie „Data Container“ definiert werden. Über das Kontext-Menu (Rechts-Klick) wird mit der Auswahl „New“ ein neuer Container erstellt.
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Bis auf den Container-Namen sind keine weiteren Einstellungen notwendig.
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In dem sich öffnenden Arbeitsbereich kann noch eine Beschreibung hinterlegt werden. Abschließend muss der Container noch gespeichert werden. In der Menü-Leiste befindet sich das Diskettensymbol oder alternativ CTRL+S.
Um Daten in dem Container ablegen zu können, bedarf es natürlich auch einer Struktur. Diese Struktur wird innerhalb von MDM auch als „Data-Modell“ bezeichnet. Analog wir für den „Data-Container“ wird über das jeweilige Kontext-Menu ein neues Datenmodell definiert.
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In dem sich öffnenden Fenster kann dann der Name für das Daten-Model vergeben werden.
In dem jetzt geöffneten Arbeitsbereich kann nun das Modell umgesetzt werden.
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Unser Modell soll hier aus den zwei Feldern PLZ und Ort bestehen. Indem linken weiße Fenster lassen sich nun die jeweiligen Modelle definieren. Hierzu wird über das Kontext-Menu(Rechts-Klick / linkes Fenster) eine neue Entität hinzugefügt.
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Neben dem Namen kann die Entität noch wie folgt definiert werden:
- Simple Type: Ist für ein einzige Feld gedacht (Telefonnummer, eMail, …)
- Complex Type: Bietet die Abbildung einer kompletten Struktur. Eine Adresse besteht bekanntlich aus mehreren einzelnen Feldern (Straße, Hausnummer, Ort, PLZ, …) und kann wiederrum mit anderen Entitäten verbunden sein. Unser Beispiel deckt hierbei die Entität PLZ und Ort ab, dieses könnte aber wiederrum Bestandteil der Adresse sein.
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Bei der Erstellung eines „Data-Models“ wird automatisch ein Primärschlüssel mit dem Namen „subelement“ vergeben. Da dieser Namen nicht besonders sprechend ist, vergeben wir hierfür den Namen „PLZ“. Mittels Doppel-Klick oder über das Kontext-Menu öffnen wir die Eigenschaften des Elements und ändern in dem sich öffnenden Fenster den Namen auf „PLZ“.
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Für die Ortschaften wird noch das Feld „Ort“ benötigt. Dieses Feld kann mittels Kontext-Menu auf dem Feld „PLZ“, über die Auswahl „Add Element (after)“ direkt erstellt werden.
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Um die Änderungen zu übernehmen, muss das Data-Model gespeichert werden.

Nachdem der Daten-Speicher und das Model definiert wurden, benötigt man für die Erfassung von Daten noch eine Ansicht/View. Über diese s.g. Views lassen sich auch Daten über eine externe Schnittstelle entweder lesen oder beschreiben. Open MDM bietet hierfür eine einfache Funktion die auf Basis einen Daten-Models 1:1 eine View generiert. Auf Root-Level unseres Daten-Modells kann über das Kontext-Menu direkt die Funktion „Generate default Browse Items View“ aufgerufen werden.
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Web Oberfläche
Nachdem die Änderungen im Client nun alle Vollzogen wurden, kann mit der Erfassung über die Web Oberfläche begonnen werden.
Nach der Anmeldung mittels dem Benutzer user/user gelangt man in den Standard-Bereich der WebOberfläche. Schritt eins ist die Auswahl des passenden Datencontainers und des relevanten Daten-Modells. Auf der rechten Seite befindet sich unter dem „Logout“ Knopf ein Button, welcher nach Betätigung die Auswahl eines Modells und Containers zulässt.
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Die Auswahl muss über den Save-Button bestätigt werden. Durch die getrennte Architektur lassen sich somit auch die gleichen Datenmodelle auf unterschiedliche Container anwenden.
Für die Erfassung muss der Menu-Eintrag „Browse Records“ ausgewählt und anschließend die Entität „PLZ_ORT“ selektiert werden.
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Der Button „New Record“ ist an dieser Stelle selbsterklärend und bietet die Erfassung und das Speichern in einem weiteren Dialog an.
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Abschließend
Natürlich bietet Open MDM noch mehr Funktionalität als das einfache Erfassen und Speichern von Daten über eine WebOberfläche. Neben der Möglichkeit von Prozessaufrufen und der Validierung von Eingaben, kann Open MDM auch als Quelle und Ziel für Integrationsprozesse mit Open Studio verwendet werden.
Als zusätzliche Quellen sei an dieser Stelle die Dokumentation und das Forum von Talend genannt.
http://www.talend.com/resources/documentation.php
http://www.talendforge.org/forum/index.php

Im nächsten How-To wird dann die Einbindung von Open Studio betrachtet.
Super Howto.
Vielen Dank für die Mühe, Martin.

Da werde ich gleich mal anfangen, MDM bei mir zu installieren.

Grüße
Thomas
(19.02.2010 15:56)martin schrieb: [ -> ]Talend Open MDM / Installation, Modellierung, Datenerfassung

Hintergrund ist, dass Open MDM aus einem Server und einer Client-Applikation besteht. Beide Verzeichnisse bitte 1:1 in einer Unterverzeichnis kopieren und dabei nicht vermischen. Ferner ist zu berücksichtigen, dass der MDM-Client eine eigenständige RCP-Applikation darstellt.

Hallo,

in der Version 4 des MDM Servers wird dieser als *.jar Datei geliefert. Die Installation soll mit dem Befehl "java -jar NAME.jar" durchgeführt werden.

Leider benötige ich dazu eine GUI, die ich auf meiner vorhandenen virtuellen Maschine (Ubuntu 10 Server, Zugriff per SSH) nicht zur Verfügung habe. Gibt es einen workaround für dieses Problem?

Danke,

S. Berger
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